Beate-M. Dapper M. A.

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Musik in der Schule
Beate Dapper

Ziel JEDER Pädagogik sollte sein, das Kind als Individuum auf den ganz eigenen und sehr persönlichen Weg zu bringen und mit all seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Vorlieben in eine Gruppe zu bringen und dort anzuerkennen und zu fördern.

Das Fach Musik im Bildungsstress

Im Gewitter der Reformen und in den Schieflagen auf allen Seiten kommt die wahre Bedeutung von Bildung schon einmal ins Rutschen. Jeder versucht auf seine Weise, den wilden Ritt durch die Landschaft von “Kooperationen, Wunderlösungen und Inhalten wie Qualitätsrichtlinien” zu bestehen. Trotzdem wird die Situation immer verwirrender ... auch und gerade für Kinder und Jugendliche.

Wir brauchen eine (neue) Ruhe im Musikbereich! Ruhe entsteht mit übersichtlichen, gut organisierten und leicht verständlichen Informationen. Eine klare Linie führt zu strukturierter und sicherer Arbeit, Transparenz und Einfachheit zu einem Gewinn auf allen Seiten.

Fachliche Diskrepanzen

Es gibt in keinem anderen Fach so hohe fachliche Diskrepanzen unter den Schülerinnen und Schülern wie in der Musik. Während die einen bereits in der Musikalischen Früherziehung und Grundausbildung oder gar im Instrumentalunterricht eine solide Basis erworben haben, bringen andere wenig davon mit. In vielen Fällen gibt es dann auch nur eingeschränkten oder gar keinen Musikunterricht an Grundschulen. Fachliche Voraussetzungen, die Lernziele in der Grundschule, die für weiterbildende Schulen erforderlich sind, können dann nicht mitgegeben werden. Dies erschwert die Unterrichtsgestaltung dort enorm, da Lehrkräfte nur da anknüpfen können, wo die Grundschule aufgehört hat und somit die Ziele in der Orientierungsstufe und schließlich die der Mittelstufe in ihrer Vielfalt nicht selten unerreicht bleiben.

Daran ändern auch die vielen „Extraportionen Musik“ aller möglichen Institutionen kaum etwas, da die Schwerpunkte eine andere Richtung nehmen. Sie bieten zweifellos eine wertvolle Basis für die kulturelle Entwicklung in unserem Land, sind jedoch oft kostspielig und (noch) ein paralleles Sahnehäubchen zum Schulmusikunterricht. - Die Lücke zwischen denen, die sich diese Angebote leisten können und “den anderen” wird immer größer.

Standards statt Detailvorgaben?

Standards statt Detailvorgaben und nach persönlichem Gustus veränderbare (!) Materialien, Arbeitsblätter ... stellen die individuelle Didaktik und Methodik einer Lehrkraft wieder in den Vordergrund.

Unsere Lehrpläne sind inhaltlich, didaktisch und methodisch sehr detailliert vorgegeben, so dass Lehrkräften kaum Spielraum für Eigenes bleibt. Früher gab es wenige, aber inhaltsreiche Lehrbücher, aus denen man schöpfen und entwickeln konnte. Heute platzt der Markt aus allen Nähten, und keiner weiß mehr so recht, welches der vielen kleinen, punktgenau vorkonzipierten Einzelwerke er verwenden soll. Abgesehen von dem hohen Kostenfaktor sind viele verunsichert oder fühlen sich “gegängelt”. -

 

Wir brauchen eine (neue) Ruhe im Musikbereich! Ruhe entsteht mit übersichtlichen, gut organisierten und leicht verständlichen Informationen. Eine klare Linie führt zu strukturierter und sicherer Arbeit, Transparenz und Einfachheit zu einem Gewinn auf allen Seiten.

Daher gestalten sich die Materialien die ich im Musikportal des schulklick-Bildungsnetzwerkes, im Raabe Fachverlag für Pädagogik und einigen anderen Verlagen (siehe: Publikationen) veröffentliche, zwischen der “Lust auf Musik” und Lehrplan.

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