Beate-M. Dapper M. A.

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Lernziele 7-10
Beate Dapper

Lehrplan – Eckpunkte

Grundgedanke

Unter besonderer Beachtung, dass in den Klassen 7 – 10 oft nicht durchgehend bzw. kontinuierlich Musikunterricht gegeben werden kann, sind diese Jahre hier zusammengefasst. Sie bilden einen kleinen Spiegel der Elemente, die in jedem Lehrplan (hier in Anlehnung an die gymnasialen) stehen und auch in Haupt- und Realschulen „Anklang“ finden werden. In den Beschreibungen im Musikportal finden sich konkrete Hinweise auf die Inhalte sowie passende Querverweise, so dass jede Lehrkraft in eigenem Ermessen entscheiden und weiterführend (etwa im Bereich Musikwissen) aufbauen kann. – Eine zusammenfassende Zielformulierung des zu Lernenden und der zu erfahrenden Inhalte finden Sie als Manuskript Info_Ziele_10.pdf im Servicebereich zum freien Download.

Die Lehrpläne teilen sich in folgende Bereiche, die hier sehr kurz erläutert werden.

 
Musikpraxis
 
Musik aus verschiedenen Zeiten
 
Musik verschiedener Kulturen (auch außereuropäische)
 
Funktionale Musik
 
Musik der Jugendszene
 
Musik und Bewegung
 
Musiktheater
  • Die Musiktheorie, hier nicht weiter erläutert, knüpft an bestehendes Wissen an und bildet deshalb einen eigenen Themenbereich im Portal, dessen Inhalte systematisch aufgebaut sind.
  • Musikpraxis

    In der Pubertät kann es zu physiologischen und auch psychologischen Hemmungen kommen, was das Singen betrifft. (Daher sind hier – um beispielsweise einer dauerhaften Abneigung zum Singen entgegenzuwirken – Sprechgesänge und Lautmalereien in Kombination mit Körperinstrumentarium eine vieler Möglichkeiten. Das Thema „Barden, Bänkelsänger und Liedermacher“ ist für diese Altergruppe m. E. ideal.) Der Stimmbruch bei Jungen und die stimmlichen Veränderungen bei Mädchen werden physiologisch erläutert.

    Weitere Inhalte: Verschiedene Liedarten und –formen kennen lernen, singen und begleiten (Balladen, Spirituals, Shanties und andere „Geschichten erzählende Lieder“, Kunstlied und das politische Lied). Anlässe zum instrumentalen Musizieren werden fortgeführt, begleitet und etwa durch Verknüpfungen mit anderen Bereichen unterstützt.

    Musik aus verschiedenen Zeiten

    Exemplarisch stehen Werke aus verschiedenen Epochen im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die vielfältigen Merkmale einer Epoche, können sie zuordnen, begreifen und analysieren. Auch die „Musik der Spielleute“ und die „Anfänge des Jazz“ bieten eindrucksvolle Gegensätze (und Gleichartigkeiten). – Beispiele zum Thema „Musik im Zeichen der Sklaverei, des Krieges, des politischen Widerstandes etc. werden neben Form und Gattung auch auf ihre Hintergründe überprüft, auf historische oder politische Zusammenhänge, auf gesellschaftliche Vorstellungen und „Weltbilder“. Welche Träume hatten die Menschen? Und wie spiegeln sie sich z. B. in der Musik wider? – Programmhefte, Kritiken, ein Konzertbesuch … sollen schließlich über das aktuelle Musikangebot informieren und zu eigenen „Taten“ anregen.

    Musik aus verschiedenen Kulturen (außereuropäisch)

    Lieder und Tänze, Sitten und Gebräuche, Ritual und Religion, Mensch und Gesellschaft außereuropäischer Kulturbereiche – früher und heute sind hier Inhalt. Musikinstrumente, Kompositionsformen, klangliche, rhythmische … Besonderheiten spielen eine große Rolle.

    Funktionale Musik

    Musik kann manipulieren – in einem Werbespot, in der Kirche, in der Politik. Hier geht es um den gezielten und gewünschten Einsatz von Musikinstrumenten, Stimme, Klang, Effekt, Geräusch …, die Assoziationen und Stimmungen hervorrufen „sollen“. Von Sounddesign bis zur Filmmusik werden in Ansätzen die Wirkungsweisen untersucht und später erste Rückschlüsse auf Gehirnphysiologie und Tonpsychologie gezogen.

    Musik in der Jugendszene

    Dieser Bereich findet in Einzelpunkten viele Verknüpfungen in anderen Bereichen. Als Einzelpunkt, in dem es um Pop, Rock, Jazz – Grooves, Patterns und Blue Notes geht, wird dieser Bereich im Portal zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

    Musik und Bewegung

    Auch hier gilt: Welche Möglichkeiten gibt und gab es, sich zur Musik zu bewegen. Von höfischen Tänzen, Folklore und populären Tänzen und Formen werden Bewegungsabläufe nachvollzogen und auch erfunden, auf Partner oder Gruppen abgestimmt und neu entwickelt.

    Musik und Theater

    Inhaltlich wird dieser Bereich weiter vertieft. Neben Werken aus Geschichte und Gegenwart erfassen die Schülerinnen und Schüler die Komplexität von Musik, Bild, Szene und Sprache auch mit eigenen „Produktionen“. Zum Beispiel kann eine witzige Szene oder ein kleines Bühnenstück geschaffen werden: Sie schreiben ein Libretto und machen sich Gedanken über die Charaktere und die Handlung, „komponieren“ eine Musik dazu oder suchen eine passende aus, kümmern sich um das Bühnenbild, verfassen ein Programmheft und gestalten die Proben bis zur Aufführung.

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