zu M 3 |
Wie klingt deine Welt?
Aufgabe A: “Wie klingt das für dich?”: Ein Beispiel
Lars denkt über klangliche Eindrücke in der großen Pause auf dem Schulhof nach (Aufgabe A.3). Lars sagt: „Die Mädchen lachen und kichern viel. Und wenn das alle tun, dann klingt das ein bisschen wie eine Gänseschar.“
Assoziationswörter zu den einzelnen Aufgaben
Aufgabe A.1: Vogelgezwitscher, geheimnisvolles Rascheln, Windgeräusche, Knacken (z. B. durch Tiere im Wald), Stille, die Angst macht.
Aufgabe A.2: Plätschern, Rauschen, fröhliches Schreien, Lachen, Blubbergeräusche, Kreischen (Möwen), Kra-Kra-Rufe (Raben)
Aufgabe A.3: Lachen, Gekicher, Rufe, laute Geräusche, Schmatzen, Schulglocke, Ping und Pong (Tischtennis), Klock-klock (Stelzen), wie viele Trommeln (rennen).
Aufgabe A.4: Lautes Klingeln (Wecker), Vögel singen, Klappern aus der Küche, Rauschen vom Wasserhahn, Musik (Radio), laut, unruhig, fröhlich …
Aufgabe B: “Wie klingt es in dir drin?” Ein Beispiel
Frederike möchte den Klang ihrer Angst (Aufgabe B.4) beschreiben. Sie sagt: „Wenn sich meine Eltern streiten, klopft mein Herz laut und schnell. Mein Bauch fühlt sich komisch an. Und in meinen Ohren rauscht es. Das hört sich wie ein Wasserfall an.
B.1: Innere Aufgeregtheit findet oft im Negativen statt (dumpfe Geräusche, zittern wie ein Gummiband, tiefe Töne) und finden in der Angst oft Parallelen (B.4). Positive Aufgeregtheit (Erwartungsgefühle z. B. vor dem Geburtstag, vor Weihnachten …) werden oft mit Herzklopfen, Glöckchenklang und sonstigen hellen (hohen) Tönen verbunden und findet Gleichheiten mit B.3: Freude. B.2 (böse Gedanken) klingen oft wie ein einziger lauter Trommelschlag, grummelndes Gewitter, ein Blitz, Autogeräusche, Feuer(werk), ein Knall. Sie sind gleichzusetzen mit Wut.
Aufgabe C: “Klänge, Geräusche oder Töne”: Ein Beispiel für die Partnerarbeit:
Pauline und Peter sind sehr verschieden, sich aber in der Klangwahl in punkto Weihnachten (Aufgabe C.2) einig: Weihnachten ist vorher leise (Peter), damit man die Engel hören kann (Pauline), und damit keiner hört, wenn man Geschenke bastelt (Peter). Wenn dann Weihnachten ist, klingt es viel lauter, weil wir und laut über die Geschenke freuen (Pauline), und weil alle aus der Familie zusammen sind und jeder reden will, so dass man die schöne Musik gar nicht mehr hören kann (Peter).
Dieser Bereich ist stark von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler geprägt und variiert zum Teil erheblich. Hier sollte noch einmal klar gemacht werden, dass es kein „richtig oder falsch“ gibt. Aufmerksamkeit und Austausch von Erfahrungen sind hier die Schlüsselbegriffe.
.
|