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Sprecher (Klassik-Star): Christian Thielemann Erzählerin: Uta-Maria Torp Konzept und Regie: Axel Brüggemann
Genre: Klassik für Kinder Erscheinungsdatum: 20.07.2007 Label: Deutsche Grammophon Vertrieb: Universal Music GmbH EAN/UPC Code: 0028944296457 Medium: CD ASIN: B000RSTZ24 Preis: € 14,89
Zielgruppe: Ab 7 Jahren Die Musik-Redaktion: Für Menschen ab ca. 7 bis ins “hohe Alter” ist diese Produktion ein Ohrenzauber
Inhalt und Bewertung:
Mit großer Neugier und einer gewissen Skepsis hielt ich die neue CD-Produktion der Deutschen Grammophon in meinen Händen: Würde man wieder einmal versuchen “Klassik für Kinder” in ein Konzept des “Unerreichbaren” mit diesem “Hauch des Besonderen” zu quetschen? - Ich legte die CD ein und saß nun mit einigen Kindern verschiedener Altergruppen gespannt vor den Lautsprechern. Die Reaktion? Begeisterung und jede Menge Aktion, z. B. zusätzliche Fragen, die wir aber Christian Thielemann leider nicht durch den Lautsprecher stellen konnten. Manche konnte ich (zur Zufriedenheit) beantworten, manche wurden untereinander “ermittelt” und wieder andere mit Hilfe von Büchern (!) herausgefunden. - Es war fast so, als hätten wir “Den kleinen Hörsaal” live in unser Wohnzimmer gebracht!
Der natürliche Umgang des weltweit bekannten Dirigenten Christian Thielemann mit “seinem Thema” und den Kindern, das leichte, erstaunte Stottern auf ungewöhnliche Fragen von Moritz, Maria, Julia, Emely und Richard waren für mich ein kleiner Durchbruch. Ein Durchbruch ins “Normale”. - Da fragt ein pfiffiges Mädchen: “Wozu braucht man eigentlich einen Dirigenten? Wenn ein Orchester oft genug probt, kann es das doch allein schaffen ...” Da kommt vielleicht auch eine souveräne Persönlichkeit wie Christian Thielemann ins Schwitzen. Aber er gibt auf alle Fragen eine kindgerechte Antwort, erzählt über Ängste und Alpträume von Musikern (und Dirigenten), über Lampenfiebe, den schönen und nicht so schönen Seiten des Berufes “Dirigent” und vieles mehr.
Die “kleinen Studenten” interpretieren die “Alpensinfonie” von Richard Strauss auf Fragen der Erzählerin Uta-Maria Torp und Christian Thielemann: “Hört ihr den Wasserfall?” “Klar: Pling, pling, pling ..., die Wassertröpfchen fallen auf einen Stein ...” Zu einer weiteren Musikstelle erklärt ein Junge: “Als die Oboe spielte, hatte ich das Gefühl, dass sie sich wohlfühlt. Die Violinen sind ja ganz zart im Hintergrund mit dem Tremolo; und das klingt so wie eine zarte weiche Brise, so als gäbe es keinen schöneren Wind ...”
... und da machen wir uns Sorgen um die Zukunft unserer Jugend??
Fazit
Es gäbe noch so viel zu erzählen über diese außergewöhnlich gut gelungene Aufnahme, die den Balanceakt zwischen Musik, Erzählung und Dialog “ohne Schlips und Kragen” perfekt schafft! Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!
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